Tag 3

Start:     Kleinwallstadt         9:00 Uhr Business und Sporthotel

Mittag:   Dorf Prozelten

Ziel:       Wertheim

Distanz: 63 km 


Nach einem dürftigen Nachtessen und einigen Bieren, rappelten wir uns heute Morgen wieder auf und bestiegen unsere Vehikel. Thomas schnappte sich sogleich die Karte und wusste sofort, wo es durchgehen soll. Da Jazz sich gestern an der Hand verletzte, trennten sich unsere Wege gleich nach dem Start. Denn Martin und Jazz fuhren die Autos nach Wertheim.

Der Herrscher der Karten hat sich sofort an der Spitze festgesetzt und führte uns den Main aufwärts Richtung Wertheim. Am Start war es noch etwas kühl und die meisten von uns kamen noch nicht recht auf Touren. Nach einigen Kilometern in dieser wunderschönen Gegend, mit viel weniger Gegenverkehr als gestern, fingen wir an die Etappe zu geniessen. Bald begannen einige der Gruppe verschiedene Lieder anzustimmen. Nicht immer wurde der Ton getroffen, aber es steigert die Motivation der Sänger. Als sich die Sonne dann langsam durchsetzen konnte, waren alle bei guter Laune und konnten die schöne Natur, den Fluss und die wenigen Leute geniessen. Wir wurden schlagartig aus dieser Idylle gerissen, als Thomas „fast“ eine Abzweigung verpasste und wir abrupt abbiegen mussten. Einige ahnten schon, dass abgebogen werden müsste, wir wagten es jedoch nicht, dem Herrscher reinzureden. Nach einiger Zeit kamen wir zu einer weiteren Abzweigung und fuhren gleich dem kurzen Aufstieg entgegen. Als wir oben ankamen hat Thomas die Karte wieder aus seinem Hosenbund geholt und entschieden, dass wir den Weg wieder runterfahren und den anderen Weg nehmen sollten, da dieser so oder so besser sei. Wir fuhren also auf dem gewählten Weg weiter und machten um etwa 11 Uhr einen Halt bei einem Bauernhof. Dort konnten wir uns ein erstes Mal stärken. Nach einer kurzen Pause stiegen wir wieder auf die Velos/Skates/Rolli und freuten uns schon ein wenig auf das Mittagessen. Thomas hat das kleine, verschlafene Dörfchen Freudenberg für unsere Verpflegung gewählt. Auf den ersten Blick sah diese auch vielversprechend aus, jedoch hatte nichts geöffnet. Wenig Freude in Freudenberg :-). Wir dachten, ist doch nicht so schlimm, wir fahren einfach mal ins nächste Dorf und schauen da mal, was es so gibt. Leider gab es im nächsten sowie im übernächsten Dorf nichts, wo wir uns hätten verpflegen können. Nach 8 Kilometern kamen wir im Dorf Prozelten an, wo wir endlich ein offenes Lokal fanden. Es war ein wunderschönes, kleines Hotel mit einer sehr gemütlichen Gaststube. Wir waren überglücklich über die grosse Auswahl und genossen unsere Gerichte, obwohl wir erst um ca. 14:00 Uhr dort ankamen.

Nach dem genüsslichen Mahl stiegen wir wieder auf und radelten mit schwerem Magen weiter. Glücklicherweise hatten wir ja jetzt 8 Kilometer weniger zu absolvieren. Wir machten uns also an den Rest der Strecke und kamen Wertheim stetig näher. Der Rest der Fahrt war sehr schön und verlief ohne weiteren Zwischenfällen, bis der Bündner (Markus) erfolgreich versuchte Christian die Batterie auszuschalten. Eine wilde Verfolgungsjagd bahnte sich an und wurde einige Zeit lang weitergeführt. Wie die wilden rasten die beiden davon und wurden erst später von der Gruppe aufgeholt. Da der Markus keine elektrische Unterstützung hatte, sah er wesentlich müder aus als Christian. Nach einem kurzen Halt nahmen wir die letzten Kilometer in Angriff und das lang ersehnte Wertheim tauchte langsam, aber sicher am Horizont auf. Als wir ankamen, waren alle froh, dass wir es geschafft hatten und luden gleich die Fahrräder auf. Nach einer verdienten Dusche versammelten wir uns auf dem Marktplatz zu einem Bier und diskutierten über die Erlebnisse des Tages.


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