Christian

Wer:

Christian Rusterholz

50 Jahre 

Gelegenheitssportler der über Fussball und Eishockey zum Inline Skating und dann zum Fahrrad  gekommen ist.

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Was:

Nach vielen Jahren als aktiver Fussballer und vier Knieoperationen und vielen Eishockeyspielen suchte ich einen Sport mit weniger Verletzungspotential. Fünf Jahre war ich sehr häufig auf  den Inline Skates. Leider funktioniert das Gleichgewicht nicht mehr so gut und deshalb bin ich seit zwei Jahren nur noch auf den Fahrrad anzutreffen. Die Kraft fehlt etwas und die Ermüdung kommt schneller. Aus diesem Grund bin ich In diesem Jahr das erste Mal mit einem Elektrovelo anzutreffen. Und irgendwo ist doch immer noch die Hoffnung die Tour auf dem eigenen Velo, ohne Unterstützung,  zu machen.


Warum:

Nach den grossen Erfolgen der „Grenzen überschreiten“ Touren 2010 bis 2014 wurde ich häufig gefragt: „Und was macht ihr nächstes Jahr?“ Also habe ich die Herausforderung angenommen und zusammen mit Thomas die Tour für 2015 geplant. Herausgekommen ist eine reine Fahrradtour. Ist ja easy denken jetzt alle. Aber alle die mitfahren werden an das „easy“ denken wenn das Hinterteil schmerzt. 

Warum tut man sich so eine Tortour nochmals an?  

Der Erfolg der letzten Touren hat mich psychisch stark aufgebaut. Körperlich war ich in Höchstform und werde mich das nächste Mal bemühen, dass ich nach der Tour nicht nur auf der faulen Haut liege.

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Da es bei der MS nicht nur aufwärts geht, will ich mir nochmals beweisen, dass man auch mit einem Handicap Grosses vollbringen kann. Nach 3 Rückschlägen im Herbst und Winter 2011, sowie im Sommer 2012 geht es langsam wieder aufwärts. Die Weihnachten 2013 haben mich aber wieder in die Realität zurückgeholt und gezeigt, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Bergauf brauche ich sicher mal eine „schiebende“ Hand. So sollte auch es noch irgendwie zu schaffen sein. Die Tour steht wiederum unter dem Motto zusammen Grenzen zu überschreiten. Dieses Jahr wollen wir möglichst viele Bekannte und Unbekannte dazu motivieren uns an einem oder mehreren Tagen zu begleiten. Betroffene und Gesunde; Velofahrer und Inlineskater. Zusammen als Gruppe von guten Freunden die Strecke absolvieren, wenn möglich sogar zu geniessen. Nur als Team können  wir uns gegenseitig jeden Tag motivieren und trotzdem werden wir an unsere Grenzen stossen.

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Für mich als MS Betroffener ist Bewegung ein wichtiger Therapieteil. Durch viel Sport kann ich die Mobilität bewahren und unsere Tour verlangt mir viel Training ab. So bin ich zur Zeit fast täglich am Training, schaue auf die Ernährung und schlafe viel. Alles nur positive Umstände.

In diesem Sinne: Ich habe MS, und nicht die MS mich!







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